78 79 Projektfahrt Frankreich vom 17.07. - 21.07.2024 Cordula Sulzer „Frankreich erleben“ – so könnte man das Motto der Projektfahrt nach Straßburg und Colmar zusammenfassen. Und tatsächlich gab es vieles in diesen Tagen zu erleben! Fangen wir bei dem typisch elsässischen Flair der Städte an. Gut erhaltene Fachwerkhäuser sowie die Flüsse Ill (in Straßburg) und Lauch (in Colmar) prägen das Stadtbild und verlocken zum entspannten Schlendern durch die Straßen. Auch kulinarisch hält das Elsass so manche Versuchung bereit. Wer in den vier Tagen keinen Flammkuchen gegessen hat, ist selbst schuld! Und wer es gern süß mag, hat die Wahl zwischen Eis, Éclairs, Gugelhupf und vielem mehr. Doch geht es bei einer Projektfahrt natürlich nicht nur um das leibliche Wohl. An der Gedenkstätte Hartmannswillerkopf wurde für uns die deutsch-französische Geschichte geradezu „greifbar“. Die Frontlinien, an denen sich im ersten Weltkrieg Deutsche und Franzosen bei der Schlacht um den Hartmannswillerkopf gegenüberstanden, sind noch deutlich zu erkennen. Von Soldaten gebaute Unterstände und Lagerräume ermöglichen bis heute einen Eindruck vom „Alltag“ an der Front. Wenn man weiß, dass allein bei dem Kampf um den Hartmannswillerkopf auf beiden Seiten insgesamt mehr als 7000 – zumeist junge – Männer ums Leben gekommen sind, drängt sich schnell die Erkenntnis auf, dass es nie wieder zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Franzosen kommen darf. Welche Früchte das gute deutsch-französische Verhältnis der letzten Jahrzehnte getragen hat, lässt sich bei der Besichtigung des EU-Parlaments in Straßburg ahnen. Nach wie vor gelten die beiden Partner als „Motor“ innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes. Im Plenarsaal des Parlamentsgebäudes finden über 700 Abgeordnete Platz, die aktuell knapp 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger vertreten. Die Agora, wo wir als Besuchergruppe empfangen wurden, ist eine Anspielung auf zentral gelegene Versammlungsplätze im antiken Griechenland, die als Keimzellen der Demokratie gelten. Der unfertig anmutende Turm aus Glas und Sandstein, der die Ostfassade dominiert, symbolisiert das sich im ständigen Aufbau befindliche Europa. Von dort haben wir uns per Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform bringen lassen und den atemberaubenden Blick über die Stadt genossen. Letzter Programmpunkt vor der Heimfahrt am Freitag war der Europapark Rust. Die Mutigen unter uns vergnügten sich mit Silver Star oder Blue Fire, etwas gemächlicher ging es beim Fjord Rafting oder in der Monotrail-Bahn zu. Da es am Freitag nicht so voll war, hielten sich die Wartezeiten bei den Fahrgeschäften in Grenzen, optimale Bedingungen also. Auch das Wetter meinte es gut mit uns, besonders weil das schon Tage vorher angekündigte Gewitter zum Glück ausblieb. „Eine rundum gelungene Fahrt“, so das Fazit der Schülerinnen und Schüler. „Gerne nächstes Jahr wieder!“ SCHULE SCHULE Projektfahrten vom 17.07. - 21.07.2024 Schuljahr 2023/2024 Projektfahrten vom 17.07. - 21.07.2024 Schuljahr 2023/2024
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