Jahrbuch_HOH_2022-2023

188 nochmal der Vorteil? In Excel und dem SQL-Programm sieht das doch ziemlich identisch aus... Mittels Datenbankabfragen können Daten einer Problemstellung bzw. Zweck aufbereitet und analysiert werden. Reduktionen und Filterungen waren der erste Teil des „Sich-Herantastens“; Gruppierungen und Aggregationen der zweite und weitaus schwierigere Teil, weil die Daten in einem anderen Blickwinkel gestellt werden und aus vorhandenen Daten neue Fakten „abgeleitet“ bzw. erzeugt werden. Hey, das ist doch (irgendwie) ähnlich zu künstlicher Intelligenz (KI), oder?! Nicht ganz, aber doch zumindest eine Vorstufe, was jedoch leider nicht wirklich zu einem gesteigerten Interesse geführt hatte. 2. Halbjahr zu Ende. Und nun? Erkenntnisse? Der Wahlunterricht lebt von seinem Tun in der Stunde, sodass mehr Lernsituationen benötigt werden, die zunächst das Beobachten & Lernen an einem (fast) fertigen Konstrukt einfordert, an das das aktive Verändern in Form Aufgaben ansteht. INTERNAT Wahl(pflicht)unterricht Schuljahr 2022/2023 MIP (Informatik) Simon Leister Obwohl die Beschreibung des Wahlfachs eine Ahnung vermitteln konnte, wurde die erste Stunde zum Ermitteln von Bekanntem und vor allem Wünschen verwendet. Machen wir Webseiten, bauen wir Roboter mit LEGO Mindstorms oder vielleicht doch ganz was anderes? Erkenntnis: Wir machen ganz was anderes und widmen uns auf mathematische Art der Informatik. Kaum war die Botschaft angekommen, schon ging auch schon los: Unsere Zahlen aus dem Mathematikunterricht basieren auf dem Zehnersystem - einfach, weil wir zehn Finger haben. Und Computer? Haben die auch zehn Finger - eher nicht; die können für den Moment nur Strom an und Strom aus: Dual-/Binärsystem also; ganz was anderes?! Was dann folgte war eine gedankliche Reise zu Affen mit nur vier Fingern, die immer dann einen Artgenossen bitten mussten, wenn die Anzahl des zu zählenden Obstvorrats ihrer Fingeranzahl überstieg. Der Artgenosse zählte dann also nicht mehr einzelnen Obststücke, sondern die vollendeten „Vierer-Zähl-Bündel“ des Vorgängers. War auch dieser Artgenosse mit dem Zählen außerhalb des „Fingerbereiches“ so musste ein weiterer Artgenosse sich bequemen und die nächste Stelle - die nächste Bündelwertigkeit - mit seinen vier Fingern repräsentieren, während der Vorgänger seine vier Finger wieder „löschen“ konnte. Das Prinzip eines Stellenwertsystems war damit dargestellt auch die Notwendigkeit der arabischen Ziffer „0“ erkannt. Es wurde fleißig gerechnet, Bündel-Kreise gemalt und dann auch der Versuch unternommen, das zuvor Gerechnete in Python-Code zu übersetzen. Letzteres geschah mit einer Vorlage, was sich jedoch für den Anfang als zu schwer erwies - Lösung: Was allein nicht klappt; geht vielleicht zu zweit: Pair-Programming. Zum Abschluss des Themas wurde diskutiert, ob das römische Zahlensystem einen Stellenwertsystem ist und evtl. ist die Erkenntnis gereift, das unsere Zeitnotation ziemlich unhandlich ist, weil es ein Zahlensystem mit mehreren Basen ist. 1. Halbjahr zu Ende. Was bringt das nächste? An die Datensyntax folgt Datensemantik: Was sind Daten und wie können Sie organisiert werden? Datenbanken war dann Thema des zweiten Halbjahres. Begonnen wurde mit der Erfassung einer Umgebungssituation: Welche Computerspiele habe ich gespielt, wie bewerte ich diese, brauche ich einen guten, mittelmäßigen oder gar ein Computer aus dem letzten Jahrzehnt? Die Daten wurde zunächst mit einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel erhoben und strukturiert. Letzteres brachte uns zum ersten Schritt der Überführung in eine SQLite Datenbank: Das Prinzip der Datendefinition. Es folgte sogleich das Befüllen der Datenbank mittels Imports oder manueller erster Eintragungen. Und was war jetzt

RkJQdWJsaXNoZXIy MTk5OTE2MA==