176 Mädchenchor Christina Rümann Mädchenchor – Ablauf einer ganz normalen Probe Es ist Montag, 17.10 Uhr. Die ersten Sängerinnen gehen langsam in Richtung Kapelle. Man trifft sich vor der Tür, um Frau Rümann nicht zu stören. Punkt 17.15 Uhr werden die ersten Stühle gestellt. Wie viele sind wir heute? Schnell wird die Absenzenliste geprüft und alle atmen sichtlich auf, wenn die Lieblingssitznachbarin nicht krank ist. Wo ist die Chormappe? „Meine Mappe ist nicht da, dabei habe ich sie doch nach dem letzten Auftritt in die Kiste getan!“ Frau Rümann beteuert zum wiederholten Male, dass sie Chormappen in der Regel nicht an den Meistbietenden verkauft. Endlich sind die Mappen gefunden und die ersten Privatgespräche beleben den Raum. Schnell nochmal das Handy gecheckt, ob man in der Zwischenzeit etwas verpasst hat. XY fehlt und wird schnell noch mit einem Blitzanruf daran erinnert, dass die Probe schon vor 10 Minuten begonnen hat. Mappe weglegen und aufstehen. O nein, dabei war der Tag doch schon so anstrengend. F-S-SCH und P-T-K; gerades Stehen wird zu einer Herausforderung... jetzt geht es auch noch um Obst „Mango, Kiwi, Ananas, Banane“ - ich dachte wir haben Chor? Welches Stück proben wir heute? Ich brauche noch Noten, da habe ich gefehlt. Ich bin übrigens krank, hust. Wieso habe ich mal wieder vergessen, Wasser mitzunehmen? Aller Anfang ist schwer, Noten lesen, den richtigen Ablauf finden (inklusive Vor- und Zurückblättern). Wieso darf ich nicht immer die Melodie singen? Wieso singt auf einmal der Alt die Melodie? Ruhe bitte! Und dann, plötzlich, nach ein paar Proben stehen wir alle rund um den Flügel. Die Stimmen sitzen sicher, wir genießen das gemeinsame Singen und feuern uns gegenseitig an. Der Auftritt kann kommen. Erst aufgeregt, dann stolz stehen wir auf der Bühne, und das Publikum ist begeistert! INTERNAT Gilden musisch-kreativ Schuljahr 2024/2025
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